Satzung

                                                                                                                                          

§1  Name, Sitz, Geschäftsjahr, Eigenschaften                                                             

         1. Der Verein führt den Namen Wohnen in Gemeinschaft, Jung und Alt, e.V., sein Sitz ist

            Würzburg

         2. Er soll im Vereinsregister des Amtsgerichts Würzburg eingetragen werden.

         3. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

         4. Der Verein ist nicht gewinnorientiert, er ist parteipolitisch und religiös neutral.

 

§2  Zweck und Ziele

        1.Zweck des Vereins ist die Zusammenführung gleichgesinnter Menschen aller Altersgruppen,

           die eine gemeinschaftsorientierte, selbstbestimmte Wohnform realisieren wollen. Er sucht

           und unterstützt Aktivitäten, die diesem Zweck dienen.

        2.Ein Ziel des Vereins ist es, Partner zu finden, die Wohnobjekte errichten und betreiben, die

           für diesen Zweck geeignet sind. Partner können zum Beispiel eine Eigentümergemeinschaft 

           aus Mitgliedern des Vereins, eine Genossenschaft, ein Bauträger oder Einzeleigentümer sein

        3.Für jedes dieser Wohnobjekte wird eine Nutzergemeinschaft gegründet. 

        4.Der Verein kümmert sich um die ideellen und sozialen Belange seiner Nutzergemeinschaften.

        5.Eine Aufgabe des Vereins ist es, auszugleichen zwischen den Interessen von Eigentümern

            und Nutzern.

 

§3  Mitgliedschaft

        1. Mitglied kann jede natürliche oder juristische Person werden.

        2. Die Aufnahme in den Verein ist schriftlich zu beantragen. Über den Aufnahmeantrag ent-

           scheidet die Mitgliederversammlung.

        3. Mieter und Eigentümer jedes Wohnobjektes sollen Vereinsmitglieder sein.

        4. Die Mitgliedschaft beginnt, sobald die Mitgliederversammlung über den Aufnahmeantrag

           entschieden hat und der erste Beitrag bezahlt ist.

        5. Die Mitgliedschaft endet durch schriftliche Kündigung des Mitglieds mit einer Frist von
           einem Monat zum Jahresende oder durch Tod.

        6. Ein Vereinsausschluss kann nur aus schwerwiegenden Gründen erfolgen. Der Ausschluss

           muss als Tagesordnungspunkt im Rahmen einer Mitgliederversammlung angekündigt sein.

           Die Betroffenen haben das Recht auf Anhörung.

 

§4  Organe des Vereins sind:

         1. die Mitgliederversammlung,

         2. der Vorstand

         3. die Nutzergemeinschaften

 

§5  Mitgliederversammlung

        1. Die Mitgliederversammlung ist mindestens einmal jährlich einzuberufen.

        2. Die Mitgliederversammlung wird per e-mail einberufen. Die Einladungsfrist  beträgt

           mindestens 14 Kalendertage. Die Tagesordnungspunkte sind anzugeben. Mitglieder, die über

           keine e-mail-Adresse verfügen, werden schriftlich eingeladen.

       3. Jede satzungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig.

       4. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der anwesenden und der vertretenen Stimmen

           entschieden.

       5. Beschlüsse zu den Mietpreiskriterien nach §5.9 bedürfen einer Mehrheit sowohl der

          Eigentümer, wie auch der Mitglieder, die Nutzer, aber nicht Eigentümer sind. 

       6. Werden bei Abstimmungen zu den Mietpreiskriterien nicht beide Mehrheiten erreicht, sind

          sie durch einen Schiedsrichter zu entscheiden

       7. Jedes Mitglied hat eine Stimme, ausgenommen bei Beschlüssen zu Mietpreiskriterien. Bei

            solchen Beschlüssen werden die Stimmen nach Wohnungsgrößen (=Bruchteilen) gewichtet.

       8. Stimmberechtigt sind nur Mitglieder, die mindestens drei Monate vor der

            Mitgliederversammlung rechtmäßig in den Verein aufgenommen wurden. Nicht anwesende

            können ihr Stimmrecht einem anderen Mitglied übertragen. Die Vollmacht muss bei der

            Versammlung schriftlich vorliegen und zeitlich befristet sein.

       9. Folgende Aufgaben obliegen der Mitgliederversammlung:

            Wahl und Entlastung des Vorstandes,

            Bestellung von zwei Kassenrevisoren 

            Festsetzung der Mitgliedsbeiträge,

            Gründung von Arbeitsgruppen, die sich auf freiwilliger Basis für Aufgaben im Verein und

            in der Nutzergemeinschaft engagieren.

            Festlegung der Rahmenbedingungen für die Verträge zwischen Verein und Partner

            Festlegung der Kriterien für die Ermittlung angemessener Mietpreise

            Festlegung der Gewichtung der Kriterien für die Wohnungsvergabe

            Satzungsänderungen und Auflösung des Vereins. 

      10. Die Mitgliederversammlung entscheidet, an wen die Wohnungen vermietet werden, für die

            der Verein ein Belegrecht hat . Sie kann diese Aufgabe an eine Arbeitsgruppe nach §5.9

            delegieren.

       11.Über die Mitgliederversammlung ist ein Protokoll zu führen. Das Protokoll führt der stell

          -vertretende Vorsitzende oder ein anderes dazu bestimmtes Vereinsmitglied. Das Protokoll ist

           vom Vorstand autorisiert allen Mitgliedern in angemessener Frist zur Kenntnis zu geben.

 

§6  Vorstand

        1. Der Vorstand ist gesetzlicher Vertreter des Vereins, er besteht aus drei volljährigen Mitglie-

            dern, dem Vorsitzenden, dem stellvertretenden Vorsitzenden und dem Kassier. Zur Vertre-

            tung des Vereins nach außen ist jedes Vorstandsmitglied allein befugt, ausgenommen bei

            Rechtsgeschäften mit einem Wert von mehr als fünf Tausend Euro. In diesem Fall wird der

            Verein von zwei Personen des Vorstands gemeinsam vertreten.

        2. Zum Vorstand gehören kraft Amt die Sprecher der Nutzergemeinschaften. Diese haben im

            Vorstand Rede- und Antragsrecht, jedoch kein Stimmrecht.

        3. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens zwei stimmberechtigte Mitglieder

            anwesend sind.

        4. Die Amtsdauer jedes Vorstandsmitglieds beträgt 3 Jahre. Wiederwahl ist möglich. Die alten

            Vorstandsmitglieder bleiben solange im Amt, bis Nachfolger gewählt sind.

        5. Die Vereinskasse und die der Partner nach §2.2 sind von verschiedenen Personen zu

            verwalten.

        6. Die Abwahl von Vorstandsmitgliedern durch die Mitgliederversammlung ist vor Ablauf

            ihrer Amtszeit möglich, wenn gleichzeitig neue Vorstandsmitglieder gewählt werden.

        7 .Über die Vorstandsbeschlüsse ist ein Protokoll zu führen, das bei der nächsten

            Vorstandssitzung genehmigt werden muss.

 

§7  Nutzergemeinschaften

       1.Jede Nutzergemeinschaft soll sich in eigener Zuständigkeit eine Nutzergemeinschaftsordnung

          geben und einen Sprecher wählen.

       2. Bei Eintritt in die Nutzergemeinschaft bezahlt das Mitglied eine Einlage, deren Höhe die

          Nutzergemeinschaftsordnung regelt.

       3Die Nutzergemeinschaft handelt mit den Eigentümern die Mietpreise aus nach den vom

          Verein beschlossenen Kriterien. Wird keine Einigung erzielt, sind sie durch einen

          Schiedsrichter zu entscheiden.

§8  Verfahrensregeln für die Nutzungsberechtigung

      1.Der Verein kann sich vom Partner ein Wohnungsbelegsrecht einräumen lassen und auf Grund

         dieses Rechts eine Auswahl unter Mietinteressenten treffen. Die Regeln für dieses Recht sind

         mit dem Partner auszuhandeln und in einer beschränkt persönlichen Dienstbarkeit festzulegen.

     2.Die Wohnungsvergabe muss dem Vereinszweck entsprechen. Kriterien für die

         Wohnungsvergabe sind:

                 Eigentum an einer Wohnung in der Nutzergemeinschaft

                 Vergrößerung oder Verkleinerung des Haushalts eines Nutzers

                 Vorstandstätigkeit und Mitarbeit in Arbeitsgruppen des Vereins

                 Dauer der Mitgliedschaft im Verein

                 Alter des Interessenten und seiner Mitbewohner

                 berufliche und sonstige für die Gemeinschaft wichtige Fähigkeiten

                 gemeinschafts- und umweltfreundliche Mobilitätsansprüche

 

§9  Schiedsrichter

         Ein Schiedsrichter nach §5.6 und §7.3wird vom Präsidenten des Amtsgerichts Würzburg

         benannt. Es soll ein in Wohnungs- und Mietfragen erfahrener Jurist sein. Je ein Mitglied

         erläutert ihm den Standpunkt der Befürworter und der Gegner. Alle Mitglieder unterwerfen

         sich seinem Urteil. 

§10 Satzungsänderungen

       1. Satzungsänderungen, die die Mietpreise berühren, bedürfen sowohl einer Zweidrittelmehrheit der anwesenden einschließlich der vertretenen Stimmen, als auch einer Zweidrittelmehrheit aller Mitglieder, die Wohnungseigentümer sind, gewichtet nach Wohnungsgrößen.

      2. Das gleiche gilt für Änderungen an §9 (Schiedsrichter).

      3. Sonstige Satzungsänderungen bedürfen der Zweidrittelmehrheit der anwesenden einschließlich der vertretenen Stimmen.

§11 Vereinsauflösung

         Bei Auflösung beschließt die Mitgliederversammlung über das Vermögen des Vereins.

 

 

Der Verein wurde am 3. Juli 2014 in das Vereinsregister Würzburg unter der Nummer VR200829 eingetragen.

 

Änderungen der Satzung beraten und beschlossen: Würzburg, den  21.11.2015

 

Die Satzung können Sie Startet einen Datei-Downloadhier auch als PDF-Datei herunterladen. 

Eine Initiative des Vereins Wohnen in Gemeinschaft - Jung und Alt e.V., c/o Hermann Wördehoff, Moskauer Ring 40, 97084 Würzburg, Tel. 0931-68688