Stadtwanderung Würzburg am 28. April 2018

Die aktiven Wanderer
Stadtansicht Rennweger Tor
Stadtansicht Pleichacher Tor

 

Um 14:00 Uhr trafen sich 14 Wanderer auf dem Bahnhofsvorplatz. Die Stadtwanderung stand unter dem Motto „Krieg und Frieden“. Sie führte zu weniger bekannten Stationen in Würzburg, an denen sich die Geschichte der Stadt offenbart. Am Denkmal für die Toten des 16. März 1945 erzählte H. Wördehoff aus seinen Kindertagen in der Ruinenstadt. An frühere Kriegsereignisse erinnern in anderer Gestaltung die Denkmale für die Gefallenen des Frankreichfeldzuges 1870, und im Husarenwäldchen für die im ersten Weltkrieg gefallenen Würzburger sowie für die Toten von Krieg und Vertreibung aus der Partnerstadt Trautenau im Riesengebirge.

 

Im Hintergrund sieht man dort eine lange Mauer aufragen, die übrig geblieben ist von der Befestigung der Stadt nach dem dreißigjährigen Krieg. Wo sich heute der Grüngürtel des Glacis um die Innenstadt herumlegt, erhoben sich 200 Jahre lang schroffe Bollwerke mit spitzen Ecken. Um den Hofgarten herum sind beeindruckende Reste noch erhalten. Anhand alter Stiche und früher Fotografien versuchten wir herauszufinden, wo das Rennweger Tor hindurchführte und wie es ausgesehen hat.

 

Eine weitere Station war die Hofstraße. Der Hof Neulobdeburg, benannt nach der Burg Lobeda bei Jena, nach 1945 wieder aufgebaut, ist eines der wenigen Gebäude, an denen man alte und neue Stadtpläne zur Deckung bringen kann. Nebenan hat sich die Stadtstruktur gleich mehrmals gewandelt: Aus dem Katzenwickerhof wurden die Maxschule, das Chemische Institut, das Luitpoldmuseum mit der kleinen Tietzhalle, dann das Mozartgymnasium. Und was davon bleiben wird, das wissen wir noch nicht. Das Theater wanderte über die Theaterstraße hinüber, an Stelle der Schrannenhalle bahnte die Spiegelstraße den Autos einen Weg ins Zentrum. Jetzt wird gerade eine Fußgängerzone daraus.

 

Von einem romanischen Kreuzgang des Neumünsterstifts wurden erhaltene Teile erst ins Museum gebracht, dann aber wieder am ursprünglichen Ort aufgerichtet und ergänzt um das schlichte Denkmal an den Minnesänger Walter von der Vogelweide. Dort entstand das Lusamgärtchen als Ruheort inmitten der lauten Stadt. Die Büsten des Frankenpatrons Kilian und seiner Gefährten Kolonat und Totnan, von Riemenschneider geschnitzt, 1945 stark beschädigt, wanderten von ihrem angestammten Platz in der Kiliansgruft auf den Hochaltar des Neumünsters. Den Platz in der Gruft nimmt nun ein neu geschaffener Schrein ein, aus dem einmal im Jahr die Häupter der Heiligen geholt und in feierlicher Prozession zum Dom getragen werden.

 

Im Grafen Eckart, dem mittelalterlichen Teil des Rathauses, ist ein Stadtmodell ausgestellt. Nach Luftbildern, die von amerikanischen Aufklärungsflugzeugen Anfang April 1945 aufgenommen wurden, wurde ein Modell gebaut, das die Innenstadt, den sogenannten Bischofshut, unmittelbar nach den Kriegszerstörungen darstellt – ein riesiger Trümmerhaufen.

 

Der Mainübergang war ursprünglich eine Furt in Verlängerung der Achse Grafen Eckart – Dom. Etwas weiter südlich daneben wurde im Hochmittelalter für die, die den Zoll bezahlen konnten, die steinerne Mainbrücke erbaut. Beim Anstieg zur Festung, am oberen Ende der Tellsteige kann man im Rückblick erkennen, wie die Domstraße leicht verschoben wurde und jetzt am Grafen Eckart vorbei gerade auf die Mainbrücke führt.

 

Was man am Rennweg aufgrund von Bildern sich nur mühsam vorstellen kann, das kann man am Zeller Tor im Original durchwandern. Auch der Stadtgraben mit seinen hohen gemauerten Wänden ist hier erhalten bzw. behutsam wiederhergestellt. Wo vor dreißig Jahren der Graben zugeschüttet war, um den Autos einen direkten Weg hinab in die Zellerstraße zu bahnen, da sind die Friedenszerstörungen jetzt repariert und eine neue Brücke schwingt sich über den Stadtgraben. Nur die historische Brücke über den Graben fehlt. 

 

Zum Abschluss der Stadtwanderung gingen wir über die Alte Mainbrücke zurück und ließen uns im Ratskeller ein Abendessen gut schmecken.

 

 

Aktionstag Grün und Draußen der Hausgemeinschaft Sankt-Josef-Straße

Arbeitstag Grün & Draußen
Ottilie passt auf, dass alle auch wirklich arbeiten :)

 

Wie jedes Jahr, im Frühjahr und im Herbst, organisiert die Hausgemeinschaft am Samstag, den 7. April einen halben Arbeitstag, an dem alle Bewohner teilnehmen und die nötigen Arbeiten drinnen in den Gemeinschaftsräumen und draußen im Garten erledigen. Die Planung und Verteilung der Aufgaben macht die AG Grün ein paar Tage zuvor.

 

Auf den Zierpflanzenbeeten wird das Unkraut beseitigt und die Erde gelockert. An den Übergangsflächen zum geschützten Biotop, besonders um den Kompostplatz herum, werden allzu wilde Sträucher gestutzt. Schnittgut und Müll aus früheren Nutzungen werden gesammelt und abgefahren. Die Frühlingssonne scheint vom strahlend blauen Himmel. Hündin Ottilie wacht auf der Terrasse. Und drinnen in der Küche wird der gemeinsame  Lunch vorbereitet.

 

Wanderung & Papiertheater 2016

Spaziergang am Schwanberg

 

Unser Rundweg führt uns diesmal auf den Schwanberg, wo es der Wettergott nicht so gut mit uns meint.

Durch einen schönen, ursprünglich gewachsenen Wald mit kleinen Seen, über den Keltenwall, vorbei am Friedwald, durch Lindenallee und Schloßpark erreichen wir schließlich das Cafe und trockenes Gefilde.

 

Anschließend freuen wir uns aufs Papiertheater in Kitzingen und die kunstvolle Gestaltung der Geschichte von Dido und Äneas.

 

Wanderung in Eibelstadt (2015)

Wir beginnen unseren Rundweg am Rathaus und der Kirche in Eibelstadt. 

Der Weg führt uns durch erntereife Weinberge, entlang der Lügensteinerzählung und mit wunderbarem Blick über das Maintal wieder zurück zum Marktplatz.

Hier endet unser Ausflug mit Einkehr und Eindrücken zu Gemeindewesen, Gerichtbarkeit, Grundgesetz und netten Lügengeschichten.

Eine Initiative des Vereins Wohnen in Gemeinschaft - Jung und Alt e.V., c/o Hermann Wördehoff, Moskauer Ring 40, 97084 Würzburg, Tel. 0931-68688